Sorge um den Hochwasserschutz in der Hansestadt Buxtehude

Zum Schutze des festgesetzten Überschwemmungsgebietes für den Innenstadtbereich wurden im Jahre 2020 lokal begrenzte Maßnahmen durch die Anhebung des Wanderweges entlang der Este vom Stadtpark entlang der Vivergärten bis zum Schützenhofweg getätigt.

Dank der Initiative der Stadtentwässerung folgen in diesem Jahr noch der Objektschutz für Einzelgebäude in den Bereichen Klosterhof und Estestraße. Mit großer Sorge wird die weitere schleppende Entwicklung mit der im April geplanten Vorlage des Hochwasserschutzkonzeptes der Hochwasserpartnerschaft Este unter Berücksichtigung von Zuschlägen für Starkniederschlagsereignisse und Klimawandel gesehen.

Bis Maßnahmen zum Schutze der Altstadt und des gesamten Einzugsgebietes umgesetzt werden können, werden voraussichtlich Jahre verstreichen. Weitere Besorgnis ergibt sich aus der verspäteten Planung bzw. Bau des Hochwasserschutzpolders Bullenbruch durch den Deichverband der 2. Meile Alten Landes.

Bis heute liegt nach etlichen Jahren laufenden Verfahrens noch kein Planfeststellungsbeschluss vor, obwohl der Hochwasserschutzverband Aue/Lühe mit der Übernahme der Trägerschaft des Polders die Unterhaltung der Deiche und evtl. Entschädigungsansprüche mit der Gründung im Jahre 2018 zugesagt hat.

Bereits 2018 hat die SPD-Fraktion zum Schutze des Stadtgebietes vor Hochwasser folgende Forderungen erhoben :

1.) Planung und Bau von Maßnahmen für den ganzheitlichen Hochwasserschutz mit der Umwandlung der Partnerschaft zum Wasser- und Bodenverband.

2.) Realisierung des Bullenbruchpolders 2021/2022 nach einem raschen Planfeststellungsbeschluss.

3.) Abwicklung eines beschleunigten Verfahrens zur Umsetzung des Mäandersandfanges in der Gemarkung Daensen; die Vorplanung liegt bereits seit 2017 vor. Die Vorgabe ergibt sich aus der Vorgabe zu Minimierung der Sedimentation in der Este.

4.) Abschluss einer Vereinbarung zwischen der Hansestadt Buxtehude und dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hamburg über die Ausbaggerung des Hafens und der Este unterhalb zur Sicherstellung des Schiffsverkehrs und als Hochwasserschutz für die Unterlieger der Estegemeinden.

5.) Optimierung der Öffentlichkeitsarbeit der Betrieblichen Dienste Buxtehude ( Stadtentwässerung), um fachliche Sachverhalte aufzuklären und um notwendige Infos für Selbsthilfe- und Objektschutzmaßnahmen an betroffene Anlieger zu geben.

Wir bleiben für Euch dran!

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